Have you ever attempted to be yourself, When everybody wants you to be someone else?

 

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Die Kerze

Sie legte die kühle, schwere Waffe auf dem Nachttisch neben der brennenden Kerze. Das rote Wachs hatte schon seine Marken auf das kleine Buch hinterlassen. Immer wieder erstrahlte ein Blitz den großen Raum. Das grollende Geräusch, das noch fern war, dröhnte laut in ihre Ohren und hinterließ ein Echo der Angst, der bis zu ihrem Herzen gelangte. Sie fühlte wie dämonische schwarze Gestalten um sie schwebten und ihr leise Worte des Todes zuflüsterten. Eine Melodie füllte den ganzen Raum mit gefährlichen Tönen die sie nicht hören konnte…

Doch sie konnte die Gefahr spüren. Noch saß ihr Nachbar am Klavier und spielte eine zarte, leise Melodie. Wenn aber die Kerze ihr rotes Wachs über das Buch hinterlassen würde und sie für immer ihre letzte Flamme atmen ließ, dann würde dies auch der letzte Atemzug der schönen Jungfrau bedeuten. Trotzdem stellte sie sich ihrer größten Angst, die schon für lange Zeit nach ihr gerufen hatte. Diese Nacht würde der letzte Schrei des Todes sein, bevor die junge Frau bis Ewigkeit zu denen gehören würde die Sie in ihre Träume jagten.

Das Grollen hatte sich genähert und nun fielen auch harte Regentropfen auf ihre Fensterscheiben. Der Baum vor ihrem Fenster bewegte sich in den harten, kalten Wind, der die Fenster klappern ließ. Immer wieder zeigte er Bilder die in ihr Herz verborgen waren. Die junge Frau legte sich hin und zog die Decke über ihrem zitternden Körper. Schon bald zeigte sich nur eine kleine Flamme in der Dunkelheit. Die Jungfrau konnte nicht mehr die Grenze der Mauern erkennen, doch Freiheit ergriff sie nicht. Die Regentropfen wurden immer lauter, doch das Grollen entfernte sich wieder. Die junge Frau streichelte sanft das kalte Eisen der langen Waffe, die von der kleinen Flamme angeleuchtet wurde. Ein heller Blitzt, gefolgt von einem lauten Donner ließ die junge Frau zusammen zucken. Sie schloss ihre Augen und ließ ihre Hände unter der warmen Bettdecke verschwinden. Die Melodie der lauten Regentropfen sang die zitternde Frau zur Ruhe.

Als auch der Regen sich beruhigt hatte und das Gewitter sein Weg zurück gelassen hatte lag die junge Frau unter der Decke und bewegte sich nicht. Ihre Augen waren fest verschlossen, als wolle sie etwas nicht sehen. Kaum fiel der letzte Regentropfen auf der Fensterscheibe, konnte man ein leises Knirschen hören. Langsame Schritte näherten sich dem Raum. Die halb geöffnete Türe wurde lautlos geöffnet und eine große, breitschultrige Gestalt betrat den großen Raum.

In seiner rechten Hand hielt er einen langen, spitzen, glänzenden Messer. Er riss der jungen Frau die Decke vom Körper. Sie erschrak und holte tief Luft ein. Die Kerze erlosch…

 

 




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